Perfektionismus – Fluch oder Segen?

Wie sieht eine Sitzung bei einer Begleitperson wie mir konkret aus? Ein Augenschein in meine Arbeit:

 

Perfektionismus – Fluch oder Segen?

Wir kennen das alle: wir schreiben eine E-Mail und lesen es zur Kontrolle noch einmal durch, vielleicht auch zweimal, denn wir wollen eine perfekte E-Mail schreiben. Doch was ist, wenn ein Mensch auch beim 10-Mal durchlesen immer noch nicht zufrieden ist? Wo fängt Perfektionismus an und wo hört er auf? Bei 1, 10 oder sogar 40-Mal durchlesen?

 

Anliegen

Die Frau etwas über 50 kommt zu mir in ein nächstes Setting. Sie ist auf dem Weg zurück aus einem Burnout und arbeitet an ihrer Stabilität, damit sie für den ersten Arbeitsmarkt wieder fit ist. Sie hat viele Gedanken im Kopf und fühlt sich total überfordert.

 

 

Diesmal kontaktiert sie mich, da sie sich erneut überfordert fühlt. Sie realisiert, dass ihr die Zeit für die sinnvolle Gestaltung und Planung eines Tages nicht ausreicht, obwohl sie zurzeit krankgeschrieben ist und nicht arbeitet. Wenn sie am Abend den Tag reflektiert, hat sie das Gefühl, noch gar nichts gemacht und noch 10 offene Pendenzen zu haben.

 

Vorgehen

Ich mache mit ihr zuerst eine Auslegeordnung. Ich lasse sie erzählen, wie ein Tag aussieht und wie ihre Wahrnehmung zum Ablauf ist. Im Gespräch stellt sich sehr schnell heraus, dass sie angefangen vom Aufstehen über das Lesen und Bearbeiten von E-Mails oder dem Kochen überall, sehr viel Zeit braucht. Ich hacke hier ein und frage nach. Sie schildert das Antworten von E-Mails und drückt aus, dass sie im Durchschnitt sicher 10-Mal eine E-Mail liest, korrigiert, weiter überarbeitet; bis sie es los senden kann.

 

Als ich sie frage, ob sie das als Perfektionismus wahrnehme und woher das kommen könnte, drückt sie sehr schnell aus, dass sie in ihrer Kindheit psychisch und physisch zum Perfektionismus «gezwungen» wurde. Durch unser Gespräch kann ich ihr eine Distanz und eine Haltung aufzeigen, dass es sich um einen Fluch und einen Segen handelt. Fluch: zu wenig Zeit. Segen: grosser beruflicher Erfolg in einer Hightech Firma von grösster Komplexität.

 

Ich lasse sie mit einer Skalierung einordnen, wo sie im Moment steht. Im Gespräch und anhand von praktischen Beispielen stelle ich ihr die Frage, wo sie sich in einem nächsten «kleinen» Schritt hin entwickeln will. Durch das Verschieben auf dem Raster 1 bis 40 (lesen von E-Mails vor dem Versenden) wird ihr bewusst, dass sie die Wahl hat, konkret runterzugehen.

 

Wir vereinbaren, dass sie in Zukunft das Lesen auf maximum 10-Mal reduziert – egal wie wichtig die E-Mail ist. Sie nimmt das als Mental-Training Hausaufgabe mit, damit sie sich neu «konditionieren» kann.

 

Resultat

Sie ist erleichtert, da sie nun einen Weg sieht, ihre Überforderung in kleinen Schritten abzubauen. Wir legen so den Grundstein für mehr Effizienz. Es gibt Menschen, welchen das schrittweise Aufgeben von Perfektionismus bereits reicht, da sie den Nutzen persönlich erfahren und spüren können. Bei anderen Menschen ist es nötig, das Trauma aus der Kindheit zu bearbeiten. In einem ersten Schritt gehe ich immer als Mentaltrainer und Coach vor, um eine Veränderung beim Klienten-in herbeizuführen, da es in vielen Fällen ausreicht.

 

 

Wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie Ihren Perfektionismus (Fluch) oder dessen Mangel (Segen) schon einmal reflektiert? Wie sieht es in ihrem beruflichen Umfeld aus?

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Alexander Pjorin Jenny

 

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